I Ging das Buch der Wandlungen


In der Welt, in der wir leben, geschieht nichts ohne Sinn oder zufällig.
Alle Ereignisse sind miteinander verbunden und verknüpft. Wir sind Teil eines Ganzen.
So lautet die Kernaussage des chinesischen I Ging (Buch der Wandlungen). Eines der
bedeutendsten Bücher der Weltliteratur.
Das Grundsymbol des I Ging ist ein gleichseitiges Achteck. In China wird es gern als
Schutzsymbol oder als Glücksbringer genutzt.


Basis des I Ging sind die Trigramme.
Jedes Trigramm besteht aus drei Linien. Jede Linie ist wiederum entweder unterbrochen
oder durchgezogen. Die durchbrochene Linie steht für die Kraft von Yin, das weibliche Prinzip,
und durchgezogene Linie symbolisiert die Kraft von Yang, das Männliche Prinzip.
Und entsprechen damit den polaren Kräften von Yin und Yang.
Es ergeben sich acht verschiedene Möglichkeiten, drei Linien zu kombinieren.
So entstehen die acht Trigramme, auch Kuas genannt.

Die Entdeckung der acht Trigramme
Himmel, Erde, See, Berg, Feuer, Wasser, Donner und Wind
werden dem legendären chinesischen Herrscher Fu Hi (3. Jt. v. Chr.) zugeschrieben.
Kombiniert man die acht Trigramme miteinander, bilden sich insgesamt
vierundsechzig Hexagramme (acht mal acht Trigramme).

Die Trigramme symbolisieren die Dreiheit von Himmel, Erde und Mensch.
Die untere Linie steht für die Erde, die mittlere für den Menschen, und die
obere Linie repräsentiert den Himmel.
Der Mensch steht somit als Mittler zwischen Himmel und Erde.
Alle Trigramme haben bestimmte symbolische Bedeutungen.
Jedem von Ihnen ist eine Himmelsrichtung zugeordnet, sowie eines der fünf Elemente und die Zahlen
des Lo Shu - Quadrats (auch Kua-Zahl genannt). Darüber hinaus repräsentieren sie ein
bestimmtes Mitglied der Familie.

Die Darstellung zeigt die Entstehung der acht Trigramme





Wir unterscheiden die Sequenz des frühen Himmels, welche für die geistigen, noch nicht
materialisierten Einflüsse verwendet wird. Die Ordnung des frühen Himmels wird bevorzugt benutzt
für Gräber und Sakralbauten.

Dieser Bereich des Feng Shui wird als Yin Feng Shui bezeichnet.

Und die Sequenz des späten Himmels, die für die materielle Welt steht. Die Ordnung des
späten Himmels wird für die Analyse von Räumen, Häusern und Grundstücken eingesetzt.
Dieser Bereich des Feng Shui wird als Yang Feng Shui bezeichnet
(Feng Schui für Lebende).





Die Anordnung der acht Trigramme
In der (Vorhimmlischen links) und der (Nachhimmlischen rechts) des Ba Gua.



Dieses Fu Hi zugeschriebene Diagramm stellt die früheste Anordnung der acht Trigramme dar.
Die polaren Entsprechungen stehen einander jeweils gegenüber, so dass sich im Uhrzeigersinn
von oben nach unten gelesen folgende Begriffspaare ergeben:
Himmel - Erde, Wind - Donner, Wasser - Feuer, Berg - See.
In einer späteren, "Herrscher Wen Wang zugeschriebenen" Anordnung werden die Trigramme nicht nach
ihren polaren Entsprechungen, sondern nach Ihrer periodischen Wiederkehr aneinander gereiht.
Eine dynamische Anordnung entsteht.
Donner, Wind, Feuer, Erde, See, Himmel, Wasser, Berg.
Die Geburt findet immer im Trigramm Chen dem Zeichen des Donners statt. Hier ist die
Himmelsrichtung Osten, der Sonnenaufgang und die Jahreszeit Frühling.
Im Uhrzeigersinn geht es durch die einzelnen Trigramme, bis wir wieder zur Ausgangsposition gelangen.
Um erneut in den Kreislauf des Lebens einzutauchen.



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